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Rennberichte aus Geisenfeld, Schongau und Hitzhofen

Rennberichte aus Geisenfeld, Schongau und Hitzhofen

Laufcup Geisenfeld – Samstag 20.07.

Der erste Wettkampf. Puh, ich muss sagen, dass ich mächtig aufgeregt war in den Tagen davor. Keine zwei Wochen war mein bisheriges Lauftraining alt. Gestartet bin ich mit 10min gesteigert bis 30min zum Ende der Vorwoche. Alles im ruhigen Bereich, immer darauf Bedacht, auf den Körper zu hören. In der zweiten Woche habe ich eine kurze und etwas flottere Einheit gemacht: 6×500 Meter mit 3:20 Minuten/Kilometer + 500 Meter mit 4:20 Minuten/Kilometer im Wechsel. Geschafft habe ich keinen 500er unter 3:30er Pace. Dementsprechend wusste ich nicht, was ich erwarten sollte. Mein Plan war dann im Rennen, nicht wie sonst gleich die Keule auszupacken, sondern einfach konstant ein Tempo zu laufen. Ich war vor dem Wettkampf noch 2 Stunden einradeln um meinen Körper auf eine gute „Betriebstemperatur“ zu bringen.  Der Lauf ist schnell erzählt: Ich konnte im Schnitt 3:24 Minuten auf einen Kilometer rennen. Das hat sich relativ leicht und gut angefühlt. Schneller ging es nicht, und deswegen ist Johannes Stahr nach 7,5km an mir vorbei nach vorne gelaufen. Am Ende also Platz 2 mit einer guten Leistung. Keine Schmerzen, keine Probleme und die Erkenntnis, dass die Grundfitness sehr gut ist aber die Geschwindigkeit (noch) fehlt.

Regionalliga Schongau – Sonntag 21.07.

Da der Wettkampf am Vortag gut gelaufen ist, bin ich selbstbewusst nach Schongau gefahren. Auf dem Programm stand eine olympische Distanz mit Windschattenfreigabe (man darf in Radgruppen im Windschatten fahren). Dort angekommen bot sich leider das Bild meiner letzten Starts: Es schüttete wie aus Kübeln. Einchecken im Dauerregen macht nicht wirklich Spaß. Komplett nass und leicht unterkühlt in den 17 Grad frischen Lech zu hüpfen auch nicht. Noch dazu ist die Strecke in Schongau wirklich sehr anspruchsvoll und bei diesem Wetter nicht ungefährlich.

Zum Rennen: Ich konnte relativ entspannt in der vierköpfigen Spitzengruppe aus dem Wasser steigen. Leider habe ich dann den ersten Wechsel nicht gut hinbekommen und auf dem Rad während der ersten 5 Kilometer etwas Pech gehabt. Gleich zwei Mal ist mir nach Anstiegen die Kette runtergehüpft. Das bedeutete: Anhalten, Absteigen, Kette rauf, Aufsteigen, weiterfahren. Ein Athlet war somit enteilt und zwei weitere Mitstreiter vom Schwimmen waren nach einem Radsturz auch erst mal weg. So befand ich mich knapp 15km im Niemandsland. Danach war ich in der ersten Radgruppe vertreten, wo ich aus meiner Sicht immer mal wieder gute Akzente setzen konnte. Wegfahren hat nicht geklappt und so kamen wir als Achtergruppe in die zweite Wechselzone. Hier habe ich bewusst etwas langsamer gewechselt, da ich in jedem Fall meinen Laufschuh ordentlich anziehen wollte, um das Sprunggelenk stabil zu halten, da auch die Laufstrecke sehr kurvig und von Anstiegen und Bergab-Passagen geprägt ist. Ich wusste nach einer von vier Runden schon, dass sich mein Gefühl vom Vortag bestätigen sollte: Ich konnte ohne Probleme ein ansprechendes Tempo anschlagen, aber eben nicht so schnell wie gewohnt. Umso mehr freut es mich, dass ich nur noch einen Athleten vorbeiziehen lassen musste. 

Nach dem Ausreißer, der vorne weggefahren war, und einem Würzburger kam ich mit einer Zielzeit unter 2 Stunden auf Platz 3 der bayerischen Meisterschaft ins Ziel und auf Platz 2 der Regionalliga. Mit der Mannschaft konnten wir die Tageswertung gewinnen. Am 17. August geht es in Beilngries um den Aufstieg in die 2. Bundesliga! Wieder erfreulich: Keine gröberen körperlichen Probleme.

Laufcup Hitzhofen – Freitag 26.07.

Man hatte mir im Vorfeld berichtet, dass der Laufcup dort etwas bergig ist. Ich wurde eines Besseren belehrt. Nach wieder ausgiebigem Einfahren bzw. -laufen ging es direkt flott los.

Ich konnte mich schnell mit Heiko Middelhoff absetzen. Die ersten ca. 2,2 Kilometer ging es nur in eine Richtung: Steil bergab. Hier war die Pace richtig, richtig schnell, man musste es nur „laufen lassen.“ Dann bot sich unten am Wendepunkt das gegenteilige Bild: Rauf auf den Berg.

War der Schnitt eben noch bei um die 3:00-3:10 Minuten pro Kilometer war jetzt unter 4:00 Minuten pro Kilometer kaum noch möglich. Ich habe wirklich aus allen Löchern gepfiffen. Heiko hat auf der ersten Runde am Berg brutal Tempo gemacht und mir war klar, dass ich das auf der zweiten Runde nicht noch mal mitgehen konnte. Doch da kam sie wieder, die echt gute Grundform. In der zweiten Runde bin ich im Anstieg einfach mein Tempo weitergelaufen und konnte ihn dann distanzieren. Am Ende war ich wirklich happy, das Rennen gewinnen zu können.

Das letzte Wochenende, die heißen Tage und der Lauf am Freitag hatten mir dann körperlich und mental etwas den Stecker gezogen. Deshalb gab es am Wochenende zwei Tage ohne Training um die Akkus wieder etwas aufzuladen.

BILDQUELLE: Bernhard Ugele / Stadtlauf Pfaffenhofen