Donaurun

Mut zur Pause, den Plan abändern oder: Aus Fehlern (endlich) lernen

Letzte Woche war alles voller Sonnenschein. Valle und ich haben uns gefeiert, wie gut es doch läuft. Und heute ist wieder Sonntag, eine Woche später, und nichts passt mehr.

Nein so schlimm ist es nicht. Aber der Test ist ausgefallen. Und Valle (mal wieder?) über ein paar (bekannte?) Fallstricke gestolpert.

Eine kurze Chronologie der Ereignisse und mögliche Lösungen

  • Dienstag waren Intervalle auf dem Plan. 10x500m. Ich habe die Einheit inklusive Kommentar am Mittwoch morgen gesehen und dachte mir schon: „Puh, Puls extrem hoch, Kommentar nicht gut (der Dienstag war für Valle alles andere als optimal in der Vorbereitung auf die Einheit). Mein Gefühl sagte mir: Vorsicht.

Mögliche Lösung: Am Dienstag schon kurz dem Coach schreiben, wenn man merkt man kam kaum zum Essen, Tag war anstrengend und vielleicht machen die Intervalle nur bedingt Sinn. Plan abändern lassen oder einfach mal Pause. Intervalle dann eventuell morgen. Mal sehen

  • Ich habe ihm dann Mittwoch morgen geschrieben, den längeren Lauf von geplanten 16/17km auf 10-12km zu kürzen. Resultat: 13,3km.

Mögliche Lösung: Einfach 9km Laufen und lieber Luft lassen und nicht die Grenze nach oben verschieben. Wären 4km weniger gewesen und macht für mich am Ende keinen Unterschied, außer dass es weniger Belastung ist. Oder vielleicht ganz weglassen und Mut zur Pause?

  • Dann habe ich bis Donnerstag Abend nichts mehr von Valle gehört. Es kommt eine Whatsapp, dass wir den Test verschieben müssen. Die Wade zwickt und krampft leicht. Ich denke mir so: „Wo kommt das jetzt her?“ Auf meine Nachfrage: Kam Mittwoch nach dem Lauf. Aus sozialen Medien weiß ich zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Valle heute ca. 3:30h geradelt ist (im Plan: 2:30h) – klar war es ruhig, trotzdem verstehe ich das alles nicht so ganz. Weitere Nachrichten sind nötig.

Mögliche Lösung: Anstatt sich zu überlegen „Ich fahre morgen anstatt 2:30h mal 3:30h, das geht schon ist ja locker mit den Mädels und ich fahre meine Wade wieder frei.“ Entweder kurzer Kontakt zum Coach oder einfach wie immer: mal Mut zur Pause.

Also Freitag und Samstag angeordnete Pause durch mich und heute wieder leichtes Training. Hätten wir die Situation vermeiden können, wenn Valle sich an meine möglichen Lösungsvorschläge gehalten hätte? Das wissen wir beide nicht. Ich glaube aber tief in meinem Trainerherz schon daran.

Es ist ja nicht so, dass Valle das nicht schon kennt. Ich wünsche mir, dass er nie so wie ich auf die Schnauze fallen muss, bis er den Wert von Pausen und Plananpassungen erkennt. Und bis er aus Fehlern lernt. Das Schöne ist: Auch hier haben wir wieder eine Möglichkeit als Team. Ich hoffe, dass ich auf dem Weg zum PBday noch einen Blogartikel schreiben darf, wo ihr und ich sehen, wie man es vielleicht auch machen kann in so einer Situation. Fehler sind da, um gemacht zu werden und dann daraus zu lernen. Aber nicht immer wieder

Also Valle:

Mut zur Planänderung, Mut zur Pause und immer bereit sein, aus Fehlern zu lernen.