Donaurun

DonauRun ft Meet IN 2

Donau Run feat. Meet IN

Karl Eberle, Chef-Coach der MTV Leichtathleten, hat uns zum Meet-In eingeladen.

Zum ersten Mal haben wir ein Interview im Video-Format geführt. An dieser Stelle gleich einmal sorry für die Tonqualität an manchen Stellen und meine Unsicherheit. 😉

Hier geht’s zum Video auf YouTube!

Karl hat uns im Nachgang noch einige Frage als Ergänzung beantwortet:

DR: Welche Anfordrungen sollte eine Leichtathletik-Halle erfüllen?

KE: „Idealerweise wäre es eine Halle mit 200m-Bahn, wie in Fürth und München oder wie sie derzeit in Regensburg gebaut wird, mit einem angeschlossenen Kraftraum.
Aber da alles besser ist, als die derzeitige Situation im Winter, wäre auch eine größere Turnhalle (evtl. mit Kunststoffbelag) mit Sprintschlauch (= überdachte 130 Meter – Sprintbahn) wie in Passau denkbar.“

DR: Was bedeutet es für dich, Trainer zu sein?

KE: „Die Beziehung zum Athleten, zur Athletin beruht auf Gegenseitigkeit und Vertrauen. Trainer, die von ihren AthletInnen Dankbarkeit erwarten, sind im wahrsten Sinn des Wortes ´fehl am Platz´. Wichtig ist es die gegenseitigen Erwartungen zu kennen, anzusprechen und sie auch zu respektieren.“

DR: Was genau bedeutet die Leichtathletik für dich?

KE: „Als Athlet war ich Zehnkämpfer (U23-Athlet im Bayern-Kader). Meine besten Disziplinen waren Hochsprung, Kugel, Diskus. Ich bin am Ende meiner aktiven Zeit nach dem Sportstudium direkt ins ´Trainergeschäft´ gewechselt. Dabei arbeite ich hauptsächlich im Frauenbereich (Siebenkampf, mehrere deutsche Meistertitel als Trainer), aber auch im Komplex Sprint/Hürden und allen anderen technischen Disziplinen.

Leichtathletik bedeutet sehr viel, vor allem die Arbeit mit anderen Sportlern, ohne zu viel Einmischung von außen. Jede Trainingsgruppe ist eine Gemeinschaft von mehreren Zweierteams ´Athlet + Trainer´.“

DR: Welche Elemente sollte ein gutes Lauftraining für dich beinhalten?

KE: „Man sollte alle konditionellen Fähigkeiten mitnehmen (aerobe und anaerobe Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit. Weiter ist es wichtig, abwechslungsreich zu trainieren und Belastungsgrößen (Tempo, Umfang) zu variieren. Ebenfalls essentiell ist die Zielgerichtetheit des Trainings. Und die richtige Gestaltung der Pausen und der Erholung.“

DR: Hast du abschließend drei Tipps für unsere Läufer?

KE: „Schaut, dass ihr ein Gefühl der Leichtigkeit beim Laufen entwickelt. Wichtig ist auch, das Training der konditionellen Fähigkeiten nicht vernachlässigen (Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit). Und achtet darauf, bei der Laufschule / Koordination keine Routine aufkommen zu lassen, indem man immer neue und veränderte Reize setzt.“

DR: Karl, vielen Dank für die Einladung zum Event, deine Zeit und Antworten. Wir sehen uns bald mal im Training.

[Sebi]