Donaurun

Ich hoffe, er genießt die Reise…

Ich hoffe, er genießt die Reise…

37-39-39-36-36-31-32-20. Das ist nicht Valles Telefonnummer. Das sind seine Split-Zeiten von den 1000ern am Sonntag. Als ich das gesehen habe, dachte ich mir, dass mehr gegangen wäre. Nicht falsch verstehen: Ich bin sehr zufrieden mit dem Stand. Und es ist auch clever, dass er sich mit Marco zusammen in die Einheit reingearbeitet hat. Aber die Splits zeigen mir, dass mehr gegangen wäre ;-).

Jetzt kommt eine ruhigere Woche in der wir trotzdem qualitativ und quantitativ gut arbeiten. Am Samstag machen er und Maxi hoffentlich mit mir zusammen 4x3km TDL. Auf der Originalstrecke in Oberstimm. Als Test.

Es kommen noch mal drei Belastungswochen und dann gehen wir schon in die lang nicht da gewesen aber doch altbekannte race week. Einige Wochen, Blogartikel und Podcasts sowie Trainingseinheiten sind schon ins Land gezogen. Wir haben immer wieder den aktuellen Stand analysiert in unseren Gesprächen aber noch nie über den Prozess als solches gesprochen bzw. über das Innenleben von Valle.

Wenn wir in 10 Jahren darauf zurückblicken bin ich mir sicher, dass Valle keine Einheit mehr auswendig wissen wird, geschweige denn z.B. Splits der 1000er. Vielleicht wird er auch die Zeit oder das Datum vom PBday vergessen haben. Ich habe aber einen Wunsch: Ich hoffe, dass er sich an die Reise dahin erinnern wird. Vom Ausrufen des Ziels bis zum Tag X. Ich hoffe, dass er in einigen Jahren auf einen Weg zurückblicken wird, vom dem er in Erinnerung hat, dass es Spaß gemacht hat. Vom dem er sagen kann, dass sich die Quälerei gelohnt hat, dass er etwas über sich und fürs Leben gelernt hat. Was bleibt sind Erinnerungen an Motivation, Freude, Zielsetzung, strukturiertes Arbeiten, durch Täler gehen, vielleicht sogar mit Niederlagen umgehen. Und das alles noch öffentlich dokumentiert – hell yes, was für eine Reise es doch gewesen ist. Hoffentlich genießt, er die noch verbleibenden Schritte und hält sich das alles in Erinnerung.

Ich glaube, dass es nicht wichtig ist, welches Resultat am Ende rauskommt. Natürlich hat er ein Ziel (und ich bin mir auch sicher das wir das knacken) Aber ganz platt: Der Weg ist das Ziel. Schon knapp fünf Wochen vor dem Ende kann ich als Trainer sagen, dass es mir viel Spaß macht (gemacht hat), Valle auf diesem Weg zu begleiten.

P.S. Und sollten ihn oder mich in 10 Jahren Zeiten und Einheiten interessieren können wir ja in die alten Aufzeichnungen schauen 😉