Über die stade Zeit.

January 31, 2021
Sebastian

Der 23.12. war mein letzter Trainingstag. Ich habe mit einem zufriedenstellenden Test den letzten Trainingsblock beendet. Als ich nach Hause gefahren bin war ich froh, dass jetzt eine Pause ansteht, für Körper und Geist. Diese habe ich mir bewusst eingeplant und genommen. So war für mich der Zeitraum vom 24.12.20 bis zum 03.01.21 leer in TP.

Warum mache ich das?

Relativ schnell erklärt, dafür gibt es zwei Gründe.

Zum einen habe ich das Gefühl, dass ich vom Kopf her etwas Abstand benötige. Ich war bis zum Schluss motiviert und habe zwei aus meinem Empfinden richtig gute Monate gehabt, was das Training angeht. Aber ich bin mental etwas müde. Ich möchte den letzten Block absorbieren, meine Körper etwas „kommen lassen“ und dann direkt mit neuer Energie ins neue Jahr starten. Zum anderen brauche ich etwas Zeit, um einige Sachen zu ordnen, zu erledigen, auszusortieren und nachzuholen. Manche Dinge stehen schon zu lange auf meiner to-do-list.

Was mache ich denn dann mit der freien Zeit?

Ich definiere mich hoch und viel mit und über den Sport. Da kommt natürlich schnell diese Frage auf. Ihr könnt mir aber glauben, dass es mir nicht langweilig geworden ist. Hier mal ein kurzer Auszug:

  • Jeden Tag mind. 1x Yoga und mind. 1x Spazierengehen
  • Einen 4-tägigen Yoga-workshop gemacht
  • Viel geschrieben, nachgedacht, Ziele notiert etc.
  • Wenig online gewesen
  • Alle E-Mail-Postfächer aufgeräumt und sortiert und mich von allen nutzlosen Newslettern abgemeldet
  • 2 Bücher gelesen.
  • Die Wohnung komplett aussortiert und stuff weggegeben oder -geworfen (Badschrank, Komoden, Kleiderschrank, Akten usw.).

Wie ging es mir damit?

Am Anfang war es ungewohnt. Es war auch nicht immer leicht. Aber jetzt am Ende dieser für mich ruhigen Zeit der Einkehr, des Entrümpelns, des Loslassens und der Erholung fühle ich mich gestärkt. Es war gut so konsequent auf die Bremse zu treten. Lieber etwas radikaler und dafür konsequent und nicht ewig ausgedehnt, sondern zeitlich begrenzt denke ich mir. Natürlich war es manchmal schwer. Alle rennen beim #solosilvesterlaufin2020 um den Baggersee, ich spaziere. Ich sehe in Instagram Aktivitäten von befreundeten Sportlern. Ich räume meinen Trainingsraum auf und sehe dir Rolle und das Rad verlassen warten. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich mir meine Auszeit bewusst genommen habe. Meine Akkus sind voll, mein Körper deutlich beweglicher und flexibler, mein Geist frei und aufgeschlossen für ein cooles, neues Jahr.

Fazit

Ich kann es nur empfehlen. Probiert es aus und traut euch. Vielleicht findet ihr ja mal ein paar Tage dafür. Das Wichtige dabei ist, dass man lernt sich freizumachen von Ängsten und Zweifeln, dass mich/dich eine solche Pause sportlich schwächer macht oder die Form flöten geht. Das tut sie nicht. Ich fange nicht bei Null an. Vielleicht wird es etwas dauern bis ich voll dabei bin und sich der Körper an alles wieder erinnert, aber dafür starte ich fresh, ausgeruht und frei wieder durch. Und ich habe mittlerweile das feste Vertrauen entwickelt, dass auch für meinen Körper so eine Pause nicht nachteilig ist. Im Gegenteil: Er und mein Geist werden stärker als zuvor daraus hervorgehen.